Tirol - Wasserbetten

Ein Wasserbett ist ein mit Wasser gefülltes Bett oder Maratze. Wasserbetten für medizinische Therapien wurden in verschiedenen Berichten des 19. Jahrhundert in Tirol erwähnt. Die moderne Version, die in San Francisco erfunden und im Jahre 1971 patentiert wurde, wurde ein sehr beliebter Konsumartikel in den Vereinigten Staaten der 1970er Jahre, der sehr oft mit dem hedonistischen Zeitgeist dieses Jahrzehnts in Verbindung gebracht wird.

Wasserbetten gibt es im Wesentlichen in zwei Ausführungen: Hardside- und Softside-Betten. Ein Hardside-Wasserbett besteht aus einer Wasser enthaltenden Wasserbetten Matratze in einem rechteckigen Rahmen aus Holz, der auf einer Sperrholz-Abdeckung aufliegt. Ein Softside-Wasserbett besteht aus einer Wasser enthaltenden Matratze innerhalb von einem rechteckigen Rahmen aus stabilem Schaum, welcher in einem Gewebegehäuse eingebaut wurde, das auf einer Plattform sitzt. Es sieht aus wie ein herkömmliches Bett und wurde zur Ergänzung bestehender Schlafzimmermöbel entwickelt. Die Plattform sieht meistens aus wie ein herkömmlicher Unterbau und sitzt auf einem verstärkten Metallrahmen.

Wasserbett Matratzen der ersten Generation und viele preiswerte moderne Matratzen sind mit nur einer Wasserkammer ausgestattet. Wenn das Wasser in diesen „free flow“-Matratzen in Bewegung kommt, kann dies als signifikante Wellenbewegung wahrgenommen werden, und es braucht eine gewisse Zeit, bis die Matratze sich wieder stabilisiert hat. Es wurden wellenreduzierende Methoden entwickelt, beispielsweise Faserwattierung und mehrere separate Wasserkammern. Moderne teurere „waveless“-Wasserbetten haben mehrere separate Luft- und Wasserkammern. Wasserbetten sind in der Regel beheizt. Die Temperatur wird über ein Thermostat gesteuert und kann nach Belieben eingestellt werden. Meist wird die mittlere Hauttemperatur von etwa 30°C gewählt. Ein typisches Heizkissen verbraucht 150 bis 400 Watt Leistung. Je nach Isolierung, Bettwäsche, Temperatur, Gebrauch und anderen Faktoren kann der Stromverbrauch erheblich variieren. Wasserbetten bestehen in der Regel aus weichem Polyvinylchlorid (PVC) oder einem ähnlichen Material. Sie können mit nahezu jedem Vinyl-Reparaturset repariert werden.

Wasserbetten haben gegenüber herkömmlichen Betten mehrere Vorteile. Das Bett passt sich exakt der Körperform an und minimiert so den Druck, vor allem an den Gelenken. Ein Wasserbett in Tirol nimmt den Druck von der Wirbelsäule und ermöglicht es den Rückenmuskeln, sich vollständig zu entspannen. Dies kann die Behandlung von Rückenschmerzen unterstützen. Bei Gelähmten oder Bewegungs-behinderten Menschen kann es das Risiko des Wundliegens reduzieren. Außerdem ist es ist nicht möglich, dass Schmutz und abgestorbene Hautpartikel in die Wassermatratze eindringen; diese wird einfach regelmäßig mit einem Tuch und Vinylreiniger abgewischt. Die Abdeckung über der Matratze sollte ab und zu gewaschen werden, um Hausstaubmilben zu eliminieren. Diese Milben können Asthma, Ekzeme und Allergien auslösen.

Aber es gibt auch Nachteile: Die Beheizung eines Wasserbettes ist teuer, wenn auch deutlich günstiger als eine Heizdecke. Ein Wasserbett verbraucht zwischen 300 und 1500 Kilowattstunden im Jahr, je nach Klima, Bettgröße und anderen Faktoren. Der Energieverbrauch kann mit der Verwendung eines Softside-Wasserbetts um etwa 60% verringert werden.